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Idea Books

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Theaterarchitekturen
Bühnenbildentwürfe Oper

Gerd de Bruyn und Katja Thorwarth
2009

Spätestens seit Schinkels eindrucksvollen Illu­strationen für die Zauberflöte steht fest, dass die Theaterbühne für Architekten ein hervorragendes Betätigungsfeld abgibt, obschon man den Verdacht nicht loswird, dass der Altmeister eher als Maler, denn als Architekt an diese Aufgabe ging. Längst hat die architektonische Erobe­rung des Bühnenraumes dessen zweidimensionale bildhafte Ausschmückung an den Rand gedrängt. Selbst in der Oper wollen die Regisseure die Sänger in ständiger Bewegung wissen. Vor einem schmucken Bühnenbild an die Rampe zu treten und eine furiose Koloraturarie zum Besten zu geben, reicht dem Publikum nicht mehr aus. Es hat sich daran gewöhnt, dass Schauspie­ler und Sänger, ja sogar ganze Opernchöre in alle Richtungen ausschwärmen, damit die Bühne zur Gänze ausgenutzt und obendrein noch auf ­mehreren Geschossebenen agiert wird.
Die spannende Verräumlichung des Bühnengeschehens hat zwei Institute der Stuttgarter Architekturfakultät einmal im Jahr auf den Plan gerufen, um sich in Zukunft einem Bühnenbildentwurf zu widmen, der unsere Studierenden mit der großen Literatur und Musik bekannt und mit den besonderen Gegebenheiten der Theaterarbeit vertraut machen soll. Unsere Kooperation schließt intensive Kontakte mit Theaterleuten ein, die uns beraten, Vorträge halten, bei einzelnen Rundgängen und in der Schlussjury dabei sind. All dies dient dazu, unsere Studenten für ein außerordentlich spannungsreiches und le­bendiges Tätigkeitsfeld aufzuschließen.
Igma und Irge, Institut für Raumkonzeption und Grundlagen des Entwerfens